04.07.2013 / Allgemein / /

Bericht aus dem Gemeinderat und der Fraktion vom 4. Juli 2013 von Gemeinderat Walter Schmid

4. Juli 2013

Klarer konnte das Abstimmungsergebnis an der Sitzung des Gemeinderates vom Donnerstag, 4. Juli 2013 nicht ausfallen: Einer Teilung des Baurechtsvertrages mit der Hotel Kreuzlingen AG stimmte der Rat mit nur drei Gegenstimmen zu, den Landverkauf an zwei eingesessene Kreuzlinger Unternehmer sowie das Kreditbegehren für den Kulturgüterschutzraum genehmigte er gar einstimmig.
Für die denkmalgeschützte Villa „Tapeten Sauter“ am Hafen wird ein eigener Baurechtsvertrag mit Dr. Thomas Raible erstellt. So werden Finanzierung und Betrieb der Villa und des Hotels Kreuzlingen getrennt. Bereits Am 23. November 2006 hatte der Gemeinderat dem Abschluss eines Baurechtsvertrages mit den Herren Urs und Thomas Raible zugestimmt. Mittlerweile steht das Hotel Kreuzlingen und die Sanierung der Villa ist abgeschlossen. Im heutigen Zeitpunkt wissen wir, dass die Renovationsarbeiten der Villa wesentlich aufwendiger waren als geplant. Das verwundert aber nicht wirklich, es ist allseits bekannt, dass umfangreiche Renovationsarbeiten rasch finanziell in ungeahnte Höhen stossen können. Der Wunsch nach finanzieller und betrieblicher Trennung vom Hotel Kreuzlingen ist darum nachvollziehbar. Walter Schmid vertrat für die CVP-Fraktion die Auffassung, dass sich für die Stadt Kreuzlingen keine Nachteile aus den getrennten Baurechtsverträgen ergeben. Einzelne Verbesserungen der Position der Stadt wurden im Vergleich zum ursprünglichen Vertrag in verhältnismässiger Weise angebracht. Die Stadt braucht das Hotel und soll nicht zuletzt auch als verantwortungs-bewusster und verlässlicher Partner Hand bieten.
Kein Anlass zu Diskussion gaben die Kaufverträge mit Grenzänderungen mit der KCB AG, der Zecchinel Immobilien AG sowie Elmar und Marianne Raschle-Wagner. Walter Schmid wies namens der CVP-Fraktion darauf hin, dass mit diesen Änderungen in klassischer Weise wirtschaftspolitische Interesse der Stadt gewahrt werden könne, indem sie es den zwei alteingesessenen Unternehmen Traub und Raschle ermöglicht sich ohne kostspielige Standortverlegungen betrieblich zu entwickeln. Damit können Arbeitsplätze mittelfristig gesichert werden. In einer ähnlichen Situation hat die Stadt bereits auch schon anderen bestehenden Unternehmen Hand zu einer Lösung angeboten wie zum Beispiel Ifolor, Kunststoffpackungen oder Mountair. Im Übrigen muss man den Verantwortlichen der Stadt für ihre Rolle als Vermittler gratulieren, welche massgeblich zum Verhandlungserfolg beigetragen haben. Die Umstände dürften recht schwierig gewesen sein.
Das Kreditbegehren über 400‘000 Franken für die Einrichtung eines Kulturgüterschutzraumes in der heute stillgelegten Sanitätshilfsstelle Ost war ebenso unumstritten. Der Bedarf einer solchen Anlage ist anerkannt. Denn die heutigen Verhältnisse sind gekennzeichnet durch Platzmangel und schlechte klimatische Verhältnisse. Elmar Raschle äusserte sich für die CVP-Fraktion dahingehend, dass die neuen Räumlichkeiten auch eine Gelegenheit sind, die Kunstwerke und Gegenstände der städtischen Sammlung auszusortieren. Es lohnt sich in diese Umnutzung bzw. diesen Umbau zu investieren. Auch wird die Kontrolle und Verwaltung der Kulturgüter bedeutend einfacher.